Speierling (Sorbus domestica)


Kurzportrait

Den hohen Strauch oder Baum kennzeichnet die dunkelbraune, von zahlreichen schmalen Rissen durchzogene, mit grauen Rippen belegte Rinde. Die Blätter sind unpaarig gefiedert. In den doldig-rispigen Blütenständen erscheinen im Mai mehrere weißliche bis rötliche Blüten.

Standortansprüche & Verbreitung

Schon gewusst?

Die Früchte sind erst genießbar, wenn sie „teigig“ werden. Sie enthalten viel Gerbstoff und waren des-halb früher ein Heilmittel bei Durchfallerkrankungen.

Beliebt waren die Speierlings-Birnen beim Most keltern. Nicht ganz reife Früchte presste man mit, ihr Saft machte den Apfelmost klar und haltbar.

Unter Kennern gilt das Holz als eines der besten und dauerhaftesten heimischen Hölzer. Oft handelte man es als „Schweizer Birnbaum“. Erst nach acht Jahren Lagerung kann es verarbeitet werden. Früher wurde es z.B. für Weinpressen, Kämme und Brillengestelle. Heute ist es kaum noch bekannt, kommt aber z.B. noch bei Dudelsackpfeifen, Billardstöcken und Hobeln zum Einsatz.

Bildnachweise
(1) By BotBln (Own work) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons